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09.11.2016

Lesezeit: etwa 2 Minuten

Oft kommt es anders – Trump gewinnt US-Wahl

Ich erinnere mich noch gut an den Morgen, an dem das Ergebnis der Abstimmung zum sogenannten Brexit bekannt wurde. Ich brauchte einige Momente, um mir zu vergegenwärtigen, daß unsere nördlichen Nachbarn diese Entscheidung tatsächlich so und nicht anders getroffen hatten. Doch an dem Ergebnis »pro Brexit« war nicht mehr zu rütteln! So ähnlich verhielt es sich jetzt mit dem Ergebnis der Präsidentschaftswahl in den USA. Donald Trump ist neuer US-Präsident der Vereinigten Staaten von Nordamerika. Hätte man sich auf die deutschen »Qualitätsmedien« verlassen, hätte man den Wahlkampf gar nicht erst beobachten müssen. Denn für die Herrschaften der Belustigungsindustrie – oft als »Lügenpresse« verspottet – stand von vornherein fest, daß ein Trump natürlich nicht Präsident werden könne. Und so stießen sie unisono ins Clinton-Horn.

Nun mag man sich trefflich darüber streiten, ob sich die politische Großwetterlage mit einem Präsidenten Trump verbessert, wobei das selbstredend im Auge des Betrachters liegt. Eines können wir aber auf jeden Fall schon jetzt festhalten. Es kommt nicht selten anders, als es uns die da oben vorgeben wollen oder die Medien zu drehen versuchen. Demokratie ist anstrengend und bisweilen unberechenbar. Zumindest in Zeiten, in denen das Volk sich seiner selbst bewußt wird und beginnt, seine eigene und vom Establishment abweichende Meinung in Taten umzusetzen. Auch wenn das zunächst nur sehr zaghaft passiert, kann sich die rudimentäre Demokratie in unseren Graden rasch zu einer politischen Entgiftungstherapie entwickeln, wenn die Bürger ihre Macht erkennen. Wir sind die Bürger – und wir sind Millionen, während »die da oben« nur wenige sind. Gewiß, sie haben das Geld und die Propagandamittel. Aber auch Geld und Propaganda haben nur so lange einen Nutzen, wie man ihnen glaubt. Bricht der Glaube, dann bricht die Macht.

Was können wir nun von einem Präsidenten Donald Trump erwarten? Nichts! Der Mann ist zunächst Präsident der US-Amerikaner und nicht der von uns Deutschen oder Europäern, auch wenn die nordamerikanische Politik großen Einfluß auf die ganze Welt hat. Selbstverständlich wird er sich zunächst um die Belange seines eigenen Landes kümmern. Und natürlich wird er nicht schon nächste Woche Deutschland von allen US-Soldaten und Nuklearwaffen räumen, wenn das auch unsere Kernforderung bleiben muß und wird. So funktioniert Politik oft nicht. Es wird jetzt zunächst auf Signale ankommen, wenn sie auch nur marginal sein mögen. Und trotzdem besteht Grund zur Hoffnung, daß der Wahlsieg des neuen US-Präsidenten Donald Trump nicht nur für die USA ein guter Tag ist, sondern für die ganze Welt. Sollte Trump einige seiner Versprechen wahr machen, besteht zumindest eine Chance auf mehr Frieden und weniger Kriege, was mit Clinton von vornherein ausgeschlossen war. Zum ersten Mal beglückwünsche ich einen neuen US-Präsidenten und wünsche ihm viel Erfolg!

Frank Franz
NPD-Parteivorsitzender

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