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06.07.2017

Lesezeit: etwa 2 Minuten

Türkiye Türklerindir!

... und Europa den Europäern: Für Udo Voigt hat die Türkei in der EU nichts verloren

Erneut beschäftigte sich das Straßburger Europaparlament am gestrigen Mittwoch – anhand eines Berichtes der EU-Kommission (Drucksachen-Nr. A8-0234/2017) – mit der Situation in der Türkei und in der Folge auch mit den Perspektiven eines türkischen EU-Beitritts. Letzteres kann mit Blick auf die jüngste Entwicklung in der Türkei, die sich seit dem Putsch im Sommer letzten Jahres mit Riesenschritten in eine Präsidialdiktatur verwandelt, allerdings nur erstaunen. Die Drohungen etablierter Politiker, alle Beitrittsverhandlungen mit Ankara nunmehr für beendet zu erklären, haben sich damit wieder einmal als leere Phrasen erwiesen. Umso unangenehmer fielen in der gestrigen Debatte ebenso arrogante wie inhaltslose Belehrungen der gleichen Politiker an die Adresse Ankaras auf.

Der deutsche NPD-Europaabgeordnete Udo Voigt hielt in seinem Redebeitrag dagegen, sich der Realität zu stellen und den türkischen EU-Beitritt endlich ad acta zu legen. Es gelte, ein für allemal zur Kenntnis zu nehmen, daß die Türkei nun einmal kein europäisches Land sei und deshalb in der EU nichts zu suchen habe.

Voigt wörtlich:
„Ich verstehe überhaupt nicht, warum man in diesem Haus überhaupt noch über den Beitritt der Türkei zur EU debattieren will und die Türen NICHT schließt. Wir alle wissen doch, daß die Türken Orientalen sind. Sie sind keine Europäer. Und im Orient hat man eben andere Vorstellungen von Gender-Politik, von Menschenrechten, von Tierschutz, von Religion als wir Europäer.“

Es sei deshalb nur konsequent, so Voigt, Ankara nicht mit immer neuen Belehrungen und Einmischungsversuchen zu düpieren, sondern endlich die Finger von der Türkei zu lassen:

„Halten wir uns heraus aus der innenpolitischen Einmischung und sagen wir den Türken klar, sie haben in Europa nichts verloren – sie sollen ihre Truppen aus Zypern abziehen und die Souveränitätsrechte ihrer Nachbarstaaten akzeptieren. Was sie in der Türkei machen, geht uns nichts an.“

Mit dieser Position stand der deutsche NPD-Europaabgeordnete im übrigen nicht allein – auch zahlreiche andere Debattenredner aus dem patriotischen und rechtskonsservativen Beritt erneuerten gestern die Forderung nach einem klaren Ende aller Beitrittsverhandlungen mit der Türkei. Für das offizielle Brüssel wird es allmählich schwierig, die Tür für Ankara wider alles bessere Wissen offenzuhalten.




"Die Menschen wählen ihre Metzger stets selbst"

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