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07.01.2021

Lesezeit: etwa 7 Minuten

Entzweite Staaten von Amerika kosten die Medizin, die sie weltweit verabreichten – Lockdown erreicht US-Kapitol

Sascha A. Roßmüller

Eine Gruppe Protestierender, die Wahlbetrug bei den US-Präsidentschaftswahlen beklagt, stürmte gestern den US-Kongress im Kapitol in Washington, D.C. Insgesamt versammelten sich Abertausende Trump-Supporter zur „Save America Rally“ anlässlich einer Versammlung der Gesetzgeber, um die Wahlmänner (Electoral College) zu bestätigen. Einige überwanden dabei die Barrikaden vor dem Kongress und drangen in das Kapitol ein, was unter anderem zu einer Abriegelung und der Evakuierung der Kongressbibliothek führte. Der Lockdown erreichte das Kapitol! Im Zuge dessen kam es naturgemäß zu Auseinandersetzungen mit den Ordnungskräften. Laut Newsmax TV kamen zwei Personen durch Schusswaffeneinsatz zu Tode, eine davon angeblich eine unbewaffnete Demonstrantin. Washingtons Bürgermeister erließ eine Ausgangssperre bis 6.00 Uhr morgens.

Wie immer zweierlei Maß

Zwei Dinge sollten in diesem Zusammenhang nicht in Vergessenheit geraten. Zum einen die über Monate wütenden bürgerkriegsähnlichen Verwüstungen, die Black Lives Matter- und Antifa-Anhänger in zahlreichen Städten mit kaum verhohlener Zustimmung der Trump-Gegner zelebrierten sowie vergleichbare organisierte „zivile Aufstände“ in anderen Nationen, nicht selten mit dem Argument der Wahlanfechtung, die als Demokratisierungsprozesse etikettiert wurden – denken wir nur an Serbien im Oktober 2000. Nur scheint es ein anderer Bewertungsmaßstab zu sein, ob das Deep State-Establishment andernorts einen Regime Change inszeniert oder über die Machenschaften dieses Deep States im eigenen Machtbereich Rechenschaft gefordert wird. Selbstredend rechtfertigen Rechtsverletzungen anderer nicht Übertretungen als Reaktion, und Joe Biden, Nancy Pelosi & Co. waren schnell bei der Hand, eine Stellungnahme des Präsidenten Donald Trump zu verlangen, um wiederum zu schweigen, als selbige in sozialen Medien, wie beispielsweise Twitter einem schnellen Deplatforming zum Opfer fiel.

Quelle: Bild von Andreas H. auf Pixabay 

Es war im Übrigen Donald Trump, der die National Guard zur Wiederherstellung der Ordnung schickte und in einer zeitnahen öffentlichen Ansprache die ins Kapitol eindringenden Protestierer aufforderte, friedlich nach Hause zu gehen und nicht der Gegenseite in die Hände zu spielen. Zur Ruhe mahnende Worte, ganz wie man sie von einem „amerikanischen Hitler“ erwartet… Die „Deutsche Stimme“ erreichte gestern Nacht noch einige interessante Stellungnahmen interessanter Persönlichkeiten aus den USA.

Stimmen aus den USA

Der Gründer und Chef des in Memphis preisgekrönten Radiosenders „The Political Cesspool“ James Edwards erklärte gegenüber der „Deutschen Stimme“ die Ereignisse in Washington wie folgt: „Was im US-Kapitol stattfand, ist leicht zu verstehen. Der Kongress hatte bereits öffentlich erklärt, dass er die Vorwürfe des Wählerbetrugs, die fast die Hälfte der amerikanischen Wählerschaft für legitim und gültig hält, nicht untersuchen oder auch nur *betrachten* würde. Eine Bürgerschaft kann widerspenstig werden, wenn gewählte Vertreter sich weigern, auch nur *vorzugeben*, ihnen eine Berücksichtigung ihrer Beschwerden anzubieten. Wenn man über den Ort hinwegsehen kann, waren die Ereignisse des Tages relativ unauffällig, wenn man sie mit einem gewöhnlichen “Black Lives Matter”-Aufstand vergleicht. Die Medien und die Regierung waren vor ein paar Monaten erstaunlich still, als BLM und Antifa Städte im ganzen Land niederbrannten – mit Schäden in Milliardenhöhe -, Polizeistationen plünderten und wochenlang große Teile der Städte übernahmen. Letztlich, Trump-Anhänger schlugen ein paar Fenster ein und machten einige Selfies in Nancy Pelosis Bürosessel. Die meisten zerstreuten sich bereits innerhalb von nur zwei Stunden wieder. Ich würde zwar nicht dazu geraten haben, und ich bin sicher, die Strafverfolgungsbehörden werden hart mit ihnen ins Gericht gehen, aber ich verstehe ihre Frustration. Sie fühlen sich, als ob sie keine Stimme hätten. Und warum? Weil sie keine haben.“

Der emeritierter Psychologie-Professor der California State University und Buchautor Prof. Kevin B. MacDonald analysierte die Lage wie folgt: „Erstens und überdeutlich: Gewalt und Zerstörung von Eigentum den ganzen Sommer über durch die Linke – immer noch in Portland et al. fortgesetzt -, wurden von Politikern toleriert und den meisten Medien ignoriert, die sich jetzt über den Hausfriedensbruch im Kapitol empören. Zweitens: Mit Biden und der Kontrolle über den Kongress wird die Linke den Sieg zementieren. Drittens: Ein Großteil der Rechten glaubt, die Wahl sei „gestohlen“ worden. Ich glaube nicht, dass diese verschwinden, wenn sie erkennen, Wahlen nicht mehr gewinnen zu können – alles ist möglich. Die Linke wird allerdings Gewalt von rechts nutzen, um den linken Autoritarismus zu rationalisieren, und mit all der Medienmacht und der politischen Hegemonie könnten sie dabei Erfolg haben. Aber, wie Meister Joda sagte, es ist nicht vorbei, bis es vorbei ist.“

Aller guten Dinge sind drei, äußerte sich auch der amerikanische langjährige freie Journalist John Morgan, gegenüber der „Deutschen Stimme“ kurz nach den bzw. nahezu noch während den Ereignissen. So äußerte sich der gegenwärtig in Ungarn befindliche erfahrene Autor: „Als Amerikaner, der den “größtenteils friedlichen” Protest – um die Beschreibung zu bemühen, die die Mainstream-Medien stets auf die BLM-Proteste angewandt haben – am Kapitol heute aus dem Ausland verfolgte, habe ich das Gefühl, dass es zu früh ist, um zu sagen, was dies auf lange Sicht bedeuten wird. Es könnte zu einem harten Durchgreifen der Behörden gegen die politische Rechte führen. Vielleicht führt es aber auch zur Geburt einer echten nationalpopulistischen Bewegung. Möglicherweise ist es aber auch nur ein Strohfeuer, das letztlich nichts bedeutet. Doch für den Moment genieße ich es.

Vor allem stelle ich mir die Frage, wie es der Linken gefällt, ihre eigene Medizin zu kosten. Angesichts der Tatsache, dass die Linke sich in den letzten Jahren ein Bein ausriss, um die Gewalt von BLM und Antifa zu entschuldigen, mangelt es ihnen an jeglicher moralischen Autorität, zu verurteilen, was auch immer passiert. Die Capitol-Demonstranten waren, soweit ich es gesehen habe, nicht übermäßig gewalttätig, und ihr Ziel nicht Privateigentum, im Gegensatz zu BLM. Es ist nun einmal nicht so, dass Amerika von gut erzogenen Demonstranten gegründet wurde, die stets nur über die angemessenen Kanäle Beschwerde führten und nie etwas Illegales taten. Ein Demonstrant, eine Frau, wurde von Capitol Sicherheitspersonal getötet, traurig. Es gibt ein Video von dem Vorfall, aus dem nicht ersichtlich ist, warum ein Offizier es für notwendig erachtete, das Feuer zu eröffnen. Dies bedarf sicherlich einer Untersuchung. Aber was auch immer der Fall war, die Linke und die konservative Fake-Rechte wird versuchen, diese Frau zur neuen Heather Heyer zu machen. Aber die authentische Rechte sollte sie zur Märtyrerin erklären. Von den Republikanern sollten wir allerdings keine Hilfe erwarten. Die einzige Person, die das Wahlergebnis wirklich anfechten wollte, war Trump. Die anderen Republikaner, die vorgaben, ihn zu unterstützen, taten dies einzig, um ihren Anhängern zu suggerieren, ihr Bestes getan zu haben, jedoch die Demokraten sie betrogen hätten. Keiner von diesen Leuten will wirklich das Establishment herausfordern – sie sind das Establishment. Doch nun nahmen die Demonstranten die Sache selbst in die Hand. Heute hörte die Welt die Stimme des amerikanischen Populismus. Es ist nicht Trump, es ist das amerikanische Volk. Und vielleicht, aber nur vielleicht, beginnt das Volk das Gesetz des Handelns in die Hand zu nehmen. Alles, was ich sagen kann, ist, dass ich heute zum ersten Mal seit langer Zeit tatsächlich stolz darauf bin, Amerikaner zu sein.“

Gerade, wenn vielleicht Geschichte gemacht wird, liefert die „Deutsche Stimme“ authentische Stimmen – wir bleiben für Sie am Ball: die andere Meinung anstatt serviler Hofberichterstattung.

Weiterführende Informationen:

Die politische Theologie der weißen Schuld: Trump als Bedrohung für das Nachkriegsnarrativ der EU

Trumps (letzter?) Kampf: Gegen linke Geschichtslügen

Donald Trump: Kriegserklärung an “gewalttätige Anarchisten, Agitatoren und Kriminelle”!

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02.02.2018
"Der Kampf gegen die Völker Europas wird international geführt!" - Im Gespräch mit Udo Voigt
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